Anfragen und Termine

Fotoanfragen: Was gehört ins Formular?

Ein Anfrageformular muss nicht alles klären. Es braucht die Angaben, die Ihre erste Antwort verändern.

Kurze Antwort

Fragen Sie nach Art des Shootings, Datum oder Zeitraum, Ort, einer Angabe zum Umfang und einem Kontaktweg. Alles Weitere klären Sie im Gespräch.

Die vage Anfrage

Fiktives Beispiel. Jemand schreibt Ihnen wegen eines Shootings und fragt nach dem Preis. Mehr steht nicht in der Nachricht. Sie können nun eine Preisliste senden, die vielleicht nicht passt. Oder Sie fragen nach und warten wieder einen Tag.

Ein Anfrageformular kann diesen Umweg verkürzen. Dafür muss es nicht lang sein. Es braucht die Angaben, die Ihre erste Antwort tatsächlich verändern.

Fünf Felder für eine erste Antwort

  • Art des Shootings. Nutzen Sie die Begriffe aus Ihrem eigenen Angebot, etwa Familie, Porträt oder Business. Eine kurze Auswahlliste ist meist einfacher als ein leeres Feld.
  • Datum oder Zeitraum. Bei einem Anlass mit festem Datum fragen Sie das Datum. Bei flexiblen Shootings genügt ein Zeitfenster, etwa ein Monat oder eine Jahreszeit.
  • Ort oder Region. Studio, draussen oder bei den Kundinnen und Kunden zu Hause. Für ein Shooting ausserhalb Ihrer üblichen Region brauchen Sie den Aufnahmeort, um die Anreise zu planen. Falls Anreisekosten dazukommen, führen Sie diese in der Offerte separat auf.
  • Eine Angabe zum Umfang. Zum Beispiel die Zahl der Personen oder die gewünschte Dauer. Nehmen Sie nur die Angabe auf, die bei Ihnen den Unterschied macht.
  • Name und ein Kontaktweg. E-Mail oder Telefon, je nachdem, wie Sie antworten möchten.

Alles Weitere kann im Gespräch folgen. Ein Formular soll das Gespräch vorbereiten, nicht ersetzen.

Was ich nicht aufnehmen würde

  • Das Budget als Pflichtfeld. Wer den Preisrahmen noch nicht kennt, kommt an dieser Stelle nicht weiter. Wenn ein Budgetrahmen für Ihre erste Antwort hilfreich ist, können Sie danach fragen und die Angabe freiwillig lassen. Wenn Sie eine individuelle Offerte erstellen, geben Sie den Betrag in CHF an und halten Sie fest, was darin enthalten ist.
  • Sensible Angaben. Gesundheitliche Hinweise, Details zu Kindern oder Bild-Uploads gehören nicht in ein erstes Kontaktformular.
  • Mehrere lange Freitextfelder. Ein Feld für Anmerkungen genügt.
  • Fragen, deren Antwort Sie erst später brauchen. Klären Sie diese, wenn der Auftrag konkreter wird.

Anfrage und Buchung sind nicht dasselbe

Dieser Unterschied sollte im Formular selbst sichtbar sein. Wer ein Datum einträgt, nennt einen Wunsch. Prüfen Sie die Verfügbarkeit und teilen Sie anschliessend ausdrücklich mit, ob Sie den gewünschten Termin reservieren können.

Ein möglicher Hinweis beim Absenden lautet: «Ich prüfe Ihren Wunschtermin und melde mich zurück. Das Absenden dieser Anfrage reserviert noch keinen Termin.» Auch eine automatische Eingangsbestätigung sagt nur, dass die Nachricht angekommen ist.

Erst die Fragen, dann das Werkzeug

Schreiben Sie die Fragen auf, bevor Sie ein Werkzeug auswählen. So sehen Sie, wie viel Sie wirklich brauchen.

  1. Nehmen Sie Ihre letzten fünf Anfragen zur Hand.
  2. Notieren Sie, welche Rückfrage jeweils nötig war.
  3. Prüfen Sie, welche Rückfrage sich wiederholt.
  4. Nehmen Sie genau diese Frage ins Formular.
  5. Prüfen Sie bei den übrigen Feldern, ob Sie sie wirklich brauchen. Seltene, aber wichtige Angaben dürfen bleiben.

Der Test auf dem Telefon

Füllen Sie Ihr Formular einmal selbst aus, auf dem Telefon, einhändig, unterwegs. Sie merken dabei schnell, welche Felder zu viel sind und welche Beschriftungen unklar bleiben.

Ein Formular bringt nicht von sich aus mehr Anfragen. Es kann die Anfragen, die Sie erhalten, verständlicher machen. Das ist schon viel.

Wie Sie die eingehenden Anfragen danach an einem Ort weiterverfolgen, steht im Artikel Fotoanfragen organisieren: der nächste Schritt.

Nächster Schritt

Wenn Sie Ihre Fragen sortiert haben und ein passendes Formular dazu suchen: Anfragen geordnet erhalten. Umfang und Kosten klären wir vorher.